EUGEN-SCHENKEL-STIFTUNG Archäologie in Trebur/Astheim

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Aktuelles

Vortrag für die Eugen-Schenkel-Stiftung, am Freitag, 25. November 2016, 19.30 Uhr im Alten Rathaus Astheim, Alt Astheim 32

Thomas Becker von der hessenArchäologie referiert über die Römer in Groß-Gerau und dem Gerauer Land

Zur Person: Nach dem Abitur studierte Thomas Becker Provinzialrömische Archäologie, Frühgeschichte und Klassische Archäologie sowie Alte Geschichte und Anthropologie an den Universitäten Freiburg, Münster und Basel. Im Jahre 1998 magistrierte Becker in Freiburg bei Hans-Ulrich Nuber über "Die Wachtürme am Limes zwischen den Kastellen Zugmantel und Saalburg. Nach verschiedenen Grabungsleitungen war Becker von 2000 bis 2002 wissenschaftlicher Referent zur Aufnahme des Baden-Württembergischen Limes für den Antrag zum UNESCO-Welterbe "Obergermanisch-Raetischer Limes beim damaligen Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (heute Landesamt für Denkmalpflege) in Stuttgart. Im Jahr 2002 trat er ein Volontariat beim Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege in dessen Außenstelle Overath an und schloss die Mitarbeit im Inventarisierungsprojekt "Niedergermanischer Limes" und ab 2011 als Bezirksarchäologe, zuständig für den Rheingau-Taunus-Kreis. Zum 1. Februar 2016 wechselte er als Leiter in die Außenstelle Darmstadt der hessenArchäologie und ist damit zuständig als Bezirksarchäologe für die fünf Kreise und zwei kreisfreien Städte in Südhessen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Limesforschung, Interdisziplinären Ansätzen zwischen Archäologie und Naturwissenschaften, Bodendenkmalspflege, Richtstättenarchäologie und Archäologie des 2. Weltkrieges.

Seit vielen Jahren führt die hessenArchäologie Ausgrabungen in Groß-Gerau im Stadtteil "Auf Esch" durch. Auch in den Jahren 2015/2016 konnten weite Teile des römischen Ortes untersucht werden. Die ausgegrabenen Teile lagen in seinem Kernbereich, so dass hier mit Resten aus den verschiedensten Perioden der römischen Nutzung des Areals zu rechnen war, wie Thomas Becker in seinem Vorbericht mitteilte. Im Rahmen seines Vortrages, am 25. November wird ein zusammenfassender Überblick über die Ergebnisse der Grabungen und seinen spannenden Funden gegeben und diese in den Kontext der bisherigen Erkenntnisse zum römischen Groß-Gerau gestellt. Der Blick soll darüber hinaus aber auch in die römische Geschichte des Rieds gehen und der Vergleich zur Infrastruktur eines modernen Ortes gezogen werden. Der Groß-Gerauer Kastellvicus erreichte Ende des 1. Jahrhunderts seine größte Ausdehnung und stellte sich als größte geschlossene römische Siedlung Südhessens dar.

Die römische Geschichte in unserer Region, an den verschiedenen Fundorten, ergibt ein zusammenhängendes Bild römischer Besiedlung und Kultur. Auch in Astheim werden in der Nähe des Rheins Reste von Mauern gefunden. Sie gehörten zu einem römischen Burgus (kleines turmartiges Kastell) mit einem Schiffsanlegeplatz (Schiffslände). Es gab sowohl in der Gemarkung Trebur als auch in der von Astheim Spuren römischen Einflusses. Sie datieren im Falle von Astheim vom ersten nachchristlichen Jahrhundert bis hin zum vierten Jahrhundert.

Der Vortrag von Thomas Becker verspricht spannend zu werden. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Dankenswerter Weise wurde die Organisation wieder vom Förderverein der Eugen-Schenkel-Stiftung übernommen! Nach dem Vortrag lädt der Förderverein zu einem Glas Wein, einschließlich einem kleinen Imbiss ein.
Bürgermeister Carsten Sittmann zeigte sich erfreut, dass es mit dem Programmangebot der Stiftung weiter geht. Es ist für eine Geschichts-Stiftung gegenwärtig schwierig, die notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen, die ein lebendiges Veranstaltungsangebot möglich machen, man sei aber seitens der Gemeinde guter Dinge, dass dies auch unter schwierigen Bedingungen mit ehrenamtlicher Beteiligung gelingt, so der Bürgermeister. Der Vorsitzende und Geschäftsführer der Eugen-Schenkel-Stiftung, Hans J. Wieschollek, freut sich über einen regen Besuch zu einem spannenden Vortrag am Freitag, den 25. November im Alten Rathaus zu Astheim!



Ausstellung: "Archäologische Entdeckungen in der Gemarkung Trebur"


Fotostrecke: Ausstellungseröffnung "Archäologische Entdeckungen in der Gemarkung Trebur"
>> zu den Fotos

Ausstellung:
Die Ausstellung wird am Samstag, 15. März 2014, 10 Uhr eröffnet und bleibt offen bis 18. Mai 2014 zu den Öffnungszeiten des Rathauses und auf Anfrage zu Sonderterminen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit an folgenden Sonntagen die Ausstellung zu besuchen.
Sonntag, 23. März, 13. April sowie 11. und 18. Mai 2014 von 11 bis 16 Uhr.

Für viele Fachleute aus dem Bereich der Archäologie ist Trebur-Astheim ein fester Begriff. Warum das so ist, kann man schnell erklären: Dieser Bekanntheitsgrad ist in erster Linie Eugen Schenkel und seinen reichhaltigen Funden zuzuschreiben.

Eugen Schenkel ist ein ganz besonderer Mensch! Viele Jahrzehnte, genau knapp 77 Jahre, sammelt - und bereitet er historische Funde aus allen Zeitepochen auf, die er in der Gemarkung Trebur findet.

Die Sammlung Schenkel ist die größte Privatsammlung in Deutschland

Inzwischen ist die "Sammlung Schenkel" die größte private Sammlung seiner Art, in der Bundesrepublik Deutschland. Eugen Schenkel hat seinen reichhaltigen Fundus in eine Stiftung eingebracht, die seinen Namen trägt. Seit dem Jahre 2012 werden regelmäßig Veranstaltungen und Ausstellungen durchgeführt. Vor dieser Zeit mussten die Funde beschrieben und erfasst werden; dies hat naturgemäß eine längere Zeitspanne benötigt. Grundlage der Arbeiten von Eugen Schenkel ist die "klassische Methode der Feldbegehung". Dies beinhaltet die Kontrolle bekannter archäologischer Fundplätze als auch das Aufspüren bislang unbekannter Bodendenkmäler.

Trebur ist die archäologisch am besten erforschte Gemeinde Südhessens

Auf Grund dem langjährigen systematischen Absuchen der Äcker und Wiesen in der Gemarkung durch Eugen Schenkel, kann die Gemeinde Astheim mit allen Ortsteilen für sich in Anspruch nehmen, die archäologisch am besten erforschte Gemeinde Südhessens zu sein. Dem unermüdlichen Sucher und hervorragenden Autodidakten Eugen Schenkel kam es nie darauf an mit seiner Tätigkeit Ruhm und einen hohen Bekanntheitsgrad zu erlangen, allein das Erforschen seiner Heimat war von Jugend an sein erklärtes Ziel. Eugen Schenkel hat seine zahlreichen Funde akribisch dokumentiert. Auf Karten und Fotos ist genau nachweisbar, welche Funde wo von ihm gemacht wurden.

Die Funde Eugen Schenkels sind wie Fingerabdrücke der Gemeinde

Die Funde Eugen Schenkels können wissenschaftlich belegen: Woher kommen wir? Wer waren unsere Vorfahren aus Jahrhunderten und Jahrtausenden? Welche Völker siedelten hier und wie lange lassen diese sich in der Gemarkung Trebur nachweisen? Lange, bevor die Königspfalz Trebur erstmal im Jahre 829 urkundlich erwähnt wird, siedeln im Raume Trebur etwa ab Mitte des 6. Jahrtausends vor Chr. Menschen, so genannte Bandkeramiker. Durch das beharrliche Mahnen von Eugen Schenkel wurde im Jahre 1988 das größte Gräberfeld der mittleren Jungsteinzeit in Form einer Notgrabung eingeleitet. Die Funde waren eine Sensation für die Archäologie und die Wissenschaft!

Gründung der Eugen-Schenkel-Stiftung im Jahre 2006

Um die Privatsammlung zu bewahren und zu erhalten, wurde am 5. September 2006 die Eugen-Schenkel-Stiftung ins Leben gerufen.

Dem Stiftungsvorstand und dem Stiftungsrat, gehören zahlreiche kompetente Fachleute an, wie zum Beispiel Professor Hans-Markus v. Kaenel, Dr. Thomas Maurer Dr. Göldner Dr. Recker, Dr. Knöchlein sowie weitere. Vorsitzender des Vorstands der Stiftung ist Hans J. Wieschollek und Vorsitzender des Stiftungsrates ist Günther Erb. Bis vor kurzem gehörte auch Professor Dr. Egon Schallmayer, der Landesarchäologe, dem Vorstand an.

Ehrung für Eugen Schenkel zu dessen 90. Geburtstag sowie Eröffnung einer Ausstellung im Rathaus-Foyer der Gemeinde Trebur

Am Samstag, 15. März 2014, findet eine Ausstellung der Sammlung Schenkel im Rathaus-Foyer der Gemeinde Trebur statt, die um 10 Uhr eröffnet wird. Gleichzeitig findet im Zuge der Ausstellungseröffnung eine Ehrung für Eugen Schenkel statt, der an diesem Tage seinen 90. Geburtstag feiern kann. Es werden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur erwartet. Die Hessische Staatskanzlei Wiesbaden, der Bundestagsabgeordnete Gerold Reichenbach, der 1. Kreisbeigeordnete Walter Astheimer, Dr. Holger Göldner, vom Landesamt für Denkmalpflege und viele weitere Persönlichkeiten, werden erwartet. Die Ausstellung wurde von Marco Hardy M.A, von der J.W. Goethe Universität akribisch aufbereitet und zusammengestellt. Auf anschaulichen Bildtafeln und Vitrinen können interessierte Besucher in den nächsten Wochen die Ausstellung besichtigen. Die Begrüßung zum Festakt für Eugen Schenkel wird von Bürgermeister Carsten Sittmann vorgenommen.

Hans J. Wieschollek, Vorsitzender der Eugen-Schenkel-Stiftung


Presse   Funde aus der Sammlung

Zeitungsartikel: Interessantes über frühe Besiedlung; STIFTUNG Eugen Schenkel führt Seniorenkreis durch Ausstellung "Fundplätze der Steinzeit" - erschienen am 29. Oktober 2010, in der Mainspitze, Autor: Detlef Volk


Zeitungsartikel: Blick in die Steinzeit der Gemarkung; Ausstellung: Feuersteine, Speerspitzen und Keramik werden im Alten Rathaus gezeigt - Sonntags geöffnet, erschienen am 17. Juli 2010, im Rüsselsheimer Echo, Autor: Nathalie Roth.


 

Ein neolitischer Keulenkopf

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